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Es fällt auf, dass viele Leute mit Rückschlägen und Krisen gar nicht mehr umgehen können, weil sie so aus dem Gleichgewicht sind...

Ein Gespräch mit Martin Tripamer über grundlegende Aspekte von Gesundheit,
über ökonomische Bildung, kulturelle Identität und Drogen.


Gesundheit
...

Forum 2020:
Wo liegen für Sie die großen Themen für die Menschen unserer Region?


Martin Tripamer:
Ein wichtiges Thema aus meiner Sicht ist das Gesundheitssystem und das Gesundheitsbewusstsein des Einzelnen. Hier in der Region, ebenso aber weltweit, scheint das Bewusstsein für Gesundheit im schwinden zu sein, viele Menschen leben so als ob es kein Morgen gäbe. Viele akzeptieren Krankheiten wie z.B. Krebs als Pech oder Zufall ohne sich wirklich Gedanken zu machen, woher sie denn kommen könnten. Hier wäre mehr Bewusstsein notwendig, auf eine neue und andere Art als bisher.

Es gibt eine Fülle von Wissen auf der ganzen Welt und auch in unserer Region. Wissen aus alter und auch aus neuer Zeit, das kaum kommuniziert oder in Form von Literatur publiziert wird. Was ich mir von einer Plattform wie dieser wünschen würde: Dass dort ganz einfache Mechanismen und Möglichkeiten zu finden sind, wie man seinen Körper und seinen Geist in Schuss halten, reparieren, leistungsfähiger machen kann.

Forum 2020:
Wo ordnen Sie den derzeitigen Gesundheitsboom ein?

Martin Tripamer:
Der Gesundheitsboom ist teilweise profitorientiert. Es gibt aber auch Bereiche, die dem Menschen mehr Gesundheit und Wohlbefinden bringen können wenn richtig interpretiert wird.

Wasser...

Forum 2020:
Man kann ja kaum behaupten, dass Gesundheit nicht ohnehin ständig thematisiert wird. Ärztekammer, Gesundheitsministerium und unzählige andere Organisationen informieren ständig und fordern die Bevölkerung zu gesünderem und bewusstem Leben auf. Was würden Sie anders machen?

Martin Tripamer:
Es wäre wichtig, erst einmal ganz einfache Dinge herauszugreifen und das Bewusstsein der Menschen zu schärfen. Meiner Meinung nach ist Wasser eines der wichtigsten Themen. Hier gibt es mehrere Ebenen, zwei davon sind mir heute wichtig: Das eine ist die Sauberkeit des Trinkwassers, das andere die energetische Struktur. Derzeit ist die energetische Struktur in den Medien immer wieder Thema und in diese Richtung gibt es auch ein Bewusstsein, z.B. Granderwasser. Aber es wird dabei oft vergessen, dass Wasser als Informationsträger jede Information aufnimmt, nicht nur die Granderinformation, sondern z.B. auch Information von Menschen, die sich in der Nähe befinden, das gesprochene Wort, Musik, u.s.w. Es gibt übrigens viele alternative Wasserenergetisierer, die man verwenden kann. Wichtig dabei finde ich ist, dass die Firmen und Vertriebsstrukturen der verwendeten Geräte in Ordnung sind.

Worüber die wenigsten Bescheid wissen ist, wie sauber das Trinkwasser ist. Wir haben ein System von Brauch-Trinkwasser, unglaubliche Mengen von Wasser, mit dem wir waschen, duschen und das wir trinken. Trinkwasser sollte eigentlich sauberer sein, das geht aber wegen dieser benötigten Mengen nicht. Der Kompromiss ist eben, dass man ein Brauchwasser zum Trinken nimmt, das bestimmten gesetzlich geregelten Normen entspricht. Die Qualität des Wassers ist regional sehr unterschiedlich. Das Pinkafelder Wasser ist, laut meinen Messungen, in der näheren Umgebung das Beste.

Das Problem bei verunreinigtem Wasser ist, dass es den Körper nicht optimal entgiften kann. Ein freies Wassermolekül nimmt aus dem Körper sehr viel mehr mit (Entschlackung), wenn aber am Wassermolekül schon ein Eisenmolekül oder andere hängen (gelöst sind), ist es unfähig, noch sehr viel mehr andere aufzunehmen. Man trinkt dann zwar, kann aber weniger belastende Stoffe abführen, es werden eventuell sogar welche zugeführt. Das ist zwar nicht sehr viel im Moment, aber in 30 Jahren sind es vielleicht ein paar Kilo. Man denke an verschmutztes Spülwasser – wie gut lassen sich darin Teller reinigen?

Wenn man reines Wasser trinkt sollte man damit genug getan haben, dem Körper die Möglichkeit zu geben Abfallstoffe hinauszuschicken. Reines Wasser liefert uns die Natur (Quellwasser – z.B.: das immer beliebter werdende ‚Ollersdorfer’ Wasser), oder Umkehrosmoseanlagen. Das sind kostengünstige Wasseraufbereitungsanlagen, die aus den 70er Jahren der Weltraumforschung stammen, mit denen im Weltraum Wasser aufbereitet wurde. Das Wassermolekül wird von allen anderen Molekülen getrennt, sodass reines Wasser überbleibt. Ich verwende diese Geräte seit Jahren in der Firma und auch zu Hause. Natürlich kann man auch mineralstoffarmes stilles Wasser trinken – man hat einen ähnlichen Effekt. Meines Wissens nach je mineralstoffärmer umso besser.

Meine Erfahrung mit reinem Wasser ist, dass die Leute die es regelmäßig trinken, ein neues Körperbewusstsein entwickeln, viel mehr trinken und bald kein anderes Wasser mehr wollen, weil das konventionelle Wasser beim Schlucken brennt (Chlor). Man bekommt auch immer mehr Durst, weil der Körper auf Entgiften umschaltet. Manche Menschen brauchen Wochen, um auf eine angemessene Trinkmenge täglich zu kommen, weil sie das Trinken von Wasser regelrecht verlernt haben. Beschwerden wie Kopfweh oder Unkonzentriertheit fallen manchmal schon nach Tagen weg.

Gesundes Wasser ist also eine Grundvoraussetzung für gesundes Leben. Das ist ganz einfach und kostet fast nichts. (im Vergleich zu Limonaden, Cafe, Bier etc.)

Forum 2020:
Wie definieren Sie also Gesundheit?

Martin Tripamer:
Für mich beginnt es mit gesundem Wasser und dadurch steigt auch das Körperbewusstsein, das Gefühl für innere Organe, für Muskeln, Gelenke usw. Man beginnt immer mehr zu merken was einem gut tut und was nicht. Der menschliche Körper ist so geschaffen, dass er weiss, was ihm gut tut und was nicht. Wenn man in diese Richtung arbeitet, dann wird man auch immer bewusster dafür. Das kann man niemandem lernen, dazu kann man höchstens anleiten und angeleitet werden. Der Geist, der genauso wichtig ist wie der Körper, wenn nicht noch wichtiger, zieht meiner Erfahrung nach meistens nach. Wobei auch der gegenteilige Ansatz, also die geistige Entwicklung zuerst, möglich ist.

Wenn man sich durch Dehydrierung dauernd unwohl fühlt hat man geistig weniger Potential. Man wird durch das Wassertrinken stressbewusster, wahrscheinlich auch stressresistenter, weil Stress im Körper sehr viel Wasser braucht um neutralisiert zu werden. (z.B.: Ein Glas Wasser vor und zwischen den Fahrstunden wirkt oft Wunder sowohl für die Fahrschüler/innen als auch für die Fahrlehrer/innen).

Ganz wichtig wäre, diese Dinge den jungen Menschen weiterzugeben. Ich sehe Trends, die den Kinderkörper schon in jungen Jahren sehr belasten. In der Pubertät kommen dann alle möglichen Krankheiten und die Leute wundern sich woher die kommen. Dazu könnten möglicherweise Allergien, Hautprobleme, Hyperaktivität etc. gehören. Der ständige Genuss von Zucker führt zu einer Versäuerung, die wiederum führt zu schlechter Laune, Orientierungslosigkeit, das ist dann oft gepaart mit Bewegungsmangel. Gegen Durst wird Saft verabreicht, der wieder Zucker und eine von Reihe Zusatzstoffen enthält.

Bei den Kindern wäre eine andere Ernährung sehr wichtig. Drei Eis hintereinander können nicht gut sein für einen Zehnjährigen. Das Füttern der Kinder mit Süßigkeiten wird oft mit Liebe und Zuneigung verwechselt. Die Kinder verknüpfen dann Süßigkeiten mit emotionaler Zuwendung. Ich bin kein Spezialist für derartige Bereiche und Fragen, ich spreche nur von dem was ich sehe.

Geld...

Forum 2020:
Wenden wir uns nun anderen, Ihnen wichtigen Themen zu.

Martin Tripamer:
Ein weiteres wichtiges Thema wäre die ökonomische Bildung, sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen. Schuldenfalle, Geld ausgeben das ich gar nicht hab’, Sachen kaufen die ich gar nicht brauch’...genauso bei den Kindern: Sie sollten lernen, dass sie viele Dinge eigentlich gar nicht brauchen, damit sie mit der Energie, mit der Lebensenergie, die Geld ja ist, besser umgehen lernen und sich nicht durch Schulden unter Druck setzen lassen. Das Schuldenmachen ist aber stark im kommen. Man liest schon in der Zeitung, dass immer mehr Leute immer mehr überziehen und die Sache immer weniger im Griff haben.

Das Thema Geld ganz allgemein gehört eigentlich zur Bildung. Was ist Geld? Was ist Geld für jeden Einzelnen? Was ist es für die Gesellschaft? Wie geht man damit um? Was ist mir wichtig? Was sind meine Ziele? Wenn man zu diesen Fragen kommt, kommt man ohnehin wieder zu den zentralen Fragen des eigenen Lebens. Mit 16 stellen sie sich all diese Fragen, aber keiner redet mit ihnen darüber

Identität...

Forum 2020:
Das Thema kulturelle Identität ist Ihnen wichtig.

Martin Tripamer:
Ja, ich glaube dass es für den Menschen wichtig ist, seine Wurzeln und seine Kultur zu sehen. Was ist unsere Kultur? Was ist ein Wirtshaus? Was tut man dort drinnen? Was passiert in einem Dorf? Wie lebt man da miteinander?
Die kulturellen Fragen sind wichtig. Wie wachse ich auf? Was sind meine Wurzeln? Was sind meine Bezüge zu meiner Herkunft? Wie kann ich das aktivieren, wenn ich will? Was mag ich daran, was mag ich nicht daran?
Speziell bei den Jungen ist das interessant. Ich sehe das in meinem Beruf. Viele sind mit 16, in der Pubertät, am Scheideweg. Da stellen sie sich all diese Fragen aber wenige reden mit ihnen darüber. Die Jugendlichen wollen über die großen Fragen reden, die Sinnfrage...

Forum 2020:
Wieso redet niemand mit ihnen darüber?

Martin Tripamer:
Die sogenantten Erwachsenen haben wenig Zeit. Wer soll mit ihnen reden? In der Familie nehmen sich manche Eltern wenig Zeit für die Kinder, Großeltern wohnen meistens weiter weg...

Forum 2020:
Glauben Sie dass die Eltern Antworten haben?

Martin Tripamer:
Manche sicher schon, andere nicht. Aber das Gespräch mit den Kindern ist ja für die Eltern auch ein Prozess, das erneuert ja Eltern bis zu einem gewissen Grad, wenn sie mit ihren Kindern plötzlich wieder, in diese Zeit der Pubertät zurückversetzt, mitgehen. Das wäre sicher sehr gut.

Ich bemerke es beim L17 (Führerschein für 17-jährige, Anm. d. Red.), wo Mutter oder Vater mit dem Kind 3000 km fährt, dass sie sich dabei so nahe kommen wie seit Jahren nicht mehr. Das ist ein ganz wichtiger Prozess für die Eltern und ihre Kinder. Ich sehe, dass da etwas passiert: Das Vertrauen der Eltern den Kindern gegenüber wächst sehr stark an, die Kinder fühlen sich wertgeschätzt durch die Zuwendung und die Zeit, die sie hier bekommen. Die Eltern sind meistens stolz, dass das so gut geht, es ist ganz interessant. Die gemeinsame Zeit tut offenbar allen gut!

Genau in diesem Bereich wäre viel zu tun – intaktere Strukturen. Nicht nur in der Familie, sondern weit darüber hinaus.
Zu den alten Strukturen, die die Jungen kaum mehr nutzen, gehören zum Beispiel auch die Wirtshäuser und kleinen Kaufhäuser. Sie werden möglicherweise in 10, 20 Jahren keine alten Strukturen haben, auf die sie zurückgreifen können.

Forum 2020:
War das in Ihrer Generation anders?

Martin Tripamer:
Ja, ganz sicher. Es gab zum Beispiel das OHO in Oberwart, wo sich Ältere und Jüngere gemischt haben, wo man damals als 17-Jähriger mit 30-Jährigen politisieren konnte, die nicht feig waren sondern ihre Meinung gesagt haben und nicht davongelaufen sind.

Ich habe mich oft an Leuten gerieben, im Kamakura, im OHO, in der Mayrhofer Mühle, im Drulits Gasthaus, in der Wolfau Mühle, das waren alles Orte wo man Leute getroffen hat, die wirklich leben wollten. Keine Leute, die sich verstecken und nicht trauen usw. Sicher auch viele ‚Wilde’, aber das Leben ist so – und in der Großstadt kommen die Jungen dann sowieso mit vielen Dingen in Berührung...

Drogen...

...was mich zum nächsten Thema bringt: Drogen. Das Thema Drogen wird tot geschwiegen, so nach dem Motto: „Das gibt es alles gar nicht“, In Oberwart gibt es einen Zuwachs wie nie zuvor. Und das sind keine sogenannten weichen Sachen. Meiner Meinung nach auch deshalb, weil es keine passende Aufklärung gibt. Es reicht nicht, zu sagen: Nehmt ’s keine Drogen, das is’ giftig!“ Die Anzahl der Leute, die in der Region auf Substitolprogramm sind, ist enorm. Das ist einfach ein Spiegel dessen, was in der Gesellschaft abläuft. Der Trend ist sichtbar, der einfach immer stärker wird, wo sehr viel zu tun ist. Ich wünsche mir, dass sich viel mehr Menschen aktiv für eine gute Zukunft einsetzen!

Martin Tripamer stammt aus Pinkafeld, lebt in Buchschachen und ist Inhaber einer Fahrschule in Oberwart.

 

Weiterführende Links zu den besprochenen Themen:
http://www.acm-water.com/
http://www.huldaclark.de
http://www.p-jentschura.de/

Bester Entsafter auf dem Markt (plus Buch):
http://www.perfektegesundheit.de
/shop/product_info.php?products_id=1279&osCsid=9d9f8f26708e42317089dc4838b229a0



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